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Einige der seit 2005 erschienenen Ausgaben sind hier in der Onlineversion archiviert. Durch Anklicken der jeweiligen Nummer gelangen Sie zum Inhaltsverzeichnis und ausgewählten Artikeln des Heftes. Pro Ausgabe sind drei bis vier Artikel online verfügbar. |
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Ausgabe 2/2011 Lateinamerika scheint dieser Tage in den Hintergrund zu treten, obwohl dort wichtige Entscheidungen bevorstehen. Am 50. Jahrestag der Schweinebucht-Invasion Mitte April steht etwa in Kuba ein möglicherweise historischer Parteitag an (vgl. Heft 1/11) und die Wahlen in Peru brachten einen, wenn auch vorläufigen, Erfolg des linken Kandidaten. Die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan, die Umwälzungen in der arabischen Welt und vor allem die in vielerlei Hinsicht fragwürdige Intervention in Libyen halten die Welt in Atem. Auch das weltpolitisch erstarkte Brasilien mochte (neben Deutschland, China und Russland) das letztlich fadenscheinige und in seinen Konsequenzen abgründige Mandat des Weltsicherheitsrats so nicht unterstützen. Reflexartige Solidarisierungen von jenseits des Atlantiks mit dem Despoten machen andererseits wieder einmal die ganze Perspektiv- und Hilflosigkeit einer Außenpolitik nach der Maxime: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ deutlich. |
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Ausgabe 1/2011 Die Gebrüder Castro herrschen seit mehr als 50 Jahren über die Insel – länger als jeder arabische Potentat über sein Reich. Der überwiegende Teil der Bevölkerung kennt nichts anderes als das sozialistische System mit seinen unleugbaren Vorzügen für Bildung und Gesundheit, aber auch seinen eklatanten Schwächen bei der Wirtschaftsproduktion, der Einschränkung vieler Grundfreiheiten und der Allgegenwart der Staatssicherheitsleute. Selbst die Verteilungsgerechtigkeit, einer der Grundpfeiler des Sozialismus, ist längst Geschichte.
Fidel Castro hat keinen Nachfolger aufgebaut. Alle, die sich bereits für die Generationsablöse bereit gemacht hatten, wurden wieder in die Wüste geschickt. Weil sie zu ambitioniert waren oder den Verlockungen der Korruption nicht widerstehen konnten. Die allesamt über 80jährigen Helden der Revolution an den Schalthebeln der Macht müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie ihr Erbe zukunftsfähig machen wollen. Dass das fast weltweit als alternativlos akzeptierte System schnurstracks in den Abgrund führt, hat spätestens die Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre deutlich gemacht. Seit Jahrzehnten hat Fidel Castro vor den Folgen gewarnt. Aber trotz aller weltpolitischen Weitsicht hat auch er es nicht vermocht, im eigenen Land eine brauchbare Alternative zu etablieren.
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Die lateinamerikanischen Staaten
haben es eilig mit dem Feiern.
Obwohl kein einziges Land 1810
eine – dauerhafte – Unabhängigkeit erreichen
konnte, begehen heuer zahlreiche
Staaten, von Mexiko über Kolumbien und
Ecuador bis Chile und Argentinien, den
„Bicentenario“, den 200. Geburtstag ihrer
Staatsgründung. Mit mehr oder weniger
Pomp, mit einer gehörigen Portion Patriotismus
und Geschichtsfälschung – eine
Ablenkung von den aktuellen Problemen
ist immer willkommen.
Die Unabhängigkeitserklärungen oder
-revolten des Jahres 1810 wurden in der
Regel durch die aus dem Mutterland verstärkte
spanische Armee oder auch durch
interne bewaffnete Auseinandersetzungen
zerschlagen.
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Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch Lateinamerika erfasst. Sie äußert sich in sinkenden Rohstoffpreisen, abstürzenden Landeswährungen, Kapitalflucht und Kreditknappheit. Die Geldüberweisungen von EmigrantInnen sinken ebenso wie die Einnahmen aus dem Tourismus. Auch wenn die Region dank höherer Devisenreserven besser gerüstet ist als in früheren Krisen, werden Wachstum und Sozialausgaben zurückgehen, während Arbeitslosigkeit und die in Lateinamerika besonders ausgeprägte soziale Ungleichheit weiter zunehmen werden.
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Bolivien stand einige Tage Mitte
September am Rande eines Bürgerkriegs
neuer Art. Den teils blutigen
Auseinadersetzungen zugrunde
lagen ökonomische Interessen wie auch
rassistische Motive. Mindestens 30 Tote,
zahlreiche Verletzte und eine Anzahl niedergebrannter
Regierungsbüros sind eine
tragische Zwischenbilanz. Hugo Chávez’
Drohungen einer militärischen Intervention
zugunsten seines Freundes Evo
Morales haben die Sache nicht besser gemacht.
Dank der politischen Intervention
der lateinamerikanischen Staatengemeinschaft
konnte der Konflikt vorerst entschärft
werden. Trotzdem haben wir uns
entschlossen, den Schwerpunkt dieser
Nummer in letzter Minute über den Haufen
zu werfen und möglichst viel aktuelle
Information und Analyse zu den Ereignissen
in den bolivianischen Tieflanddepartements
zu bringen.
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Juni-Ausgabe: Das Schlagwort vom "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" ist in Lateinamerika derzeit sicherlich geläufiger als in Europa. Skeptiker sehen darin einfach den Effekt von Hugo Chávez´ (öl)geschmierter Propagandamaschinerie, doch diese Redaktion hat zumindestens mehrheitlich eine differenziertere Sicht. In Lateinamerika treten seit längerem die Folgen von Neoliberalismus und Globalisierung brutaler zu Tage als hierzulande. Entsprechend erregt die Bemühung um politische Alternativen ebendort mehr (kontroversielle) Aufmerksamkeit. In dieser Ausgabe wollen wir ein Bild dieses "neuen Sozialismus" zeichnen: von seinen Wurzeln in den sozialen Bewegungen des Kontinents, über die Kriterien, denen eine solche "Mitbestimmungsdemokratie" genügen muss, bis hin zur Frage, wie eine "Neugründung des Sozialismus" in Europa aussehen könnte.
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Ausgabe Jänner 2007: Nachdem wir wiederholt über die Hoffnungen, die mit dem politischen Umschwung in Südamerika einhergingen, berichtet haben, wollen wir diesmal einen nüchternen Blick auf die Bilanz der sozialreformerischen Regierungen werfen. Wenn die große Revolution auch ausgeblieben ist, so konnte doch in kleinen Schritten ein bisschen mehr Demokratie und Gerechtigkeit erstritten werden. Das ist bei den gegebenen Rahmenbedingungen schon ein beachtlicher Erfolg.
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Nr.6 Dezember 2006 "Venezuela wählt Chávez" Thema:
Wahlen in Venezuela |
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Nr.5 November 2006 "Mexiko in Flammen" Thema:
Mexiko in Flammen |
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Nr.3/4 Juli 2006 "Neue Wege zur Integration" Thema:
Neue Wege zur Integration |
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Nr.2 Mai 2006 "EU - Lateinamerika: Alternativen gefragt" Thema:
Beziehungen
EU - Lateinamerika |
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Nr.1 Februar 2006 "Revolution mit dem Stimmzettel?" Thema:
Wahlen in Bolivien |
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Nr.5/Nr.6 Dezember 2005 "Bergbau - Eldorado für Multis" Thema:
Bergbaukonzerne in Lateinamerika
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Nr.4 September 2005 "Wende in Mexiko" Thema: Mexiko andersIm Juni 2005 gab die Zapatistische Befreiungsarmee EZLN ihre "sechste Erklärung aus dem Urwald der Lakandonen" heraus, in der sie über einen grundlegenden Wandel ihrer Strategie informierte. Während sie die internationale Zusammenarbeit "mit Personen und Organisationen, die gegen den Neoliberalismus Widerstand leisten und für die Menschheit kämpfen" verstärken will, orientiert sie sich in Mexiko darauf, gemeinsam mit Basisorganisationen des Landes ein antikapitalistisch und antineoliberal ausgerichtetes Programm zu entwickeln. Sie tut dies zu einem Zeitpunkt, in dem in der mexikanischen Zivilgesellschaft ein breiter Diskussionsprozess über die Grundzüge eines "anderen Mexiko" eingesetzt hat. |
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Nr.3 Juni 2005 "Basta Ya! zum Neoliberalismus" Thema: Aufstand gegen den NeoliberalismusIn den letzten beiden Monaten wurden in Lateinamerika zwei Präsidenten durch Demonstrationen zum Rücktritt gezwungen. Bei diesen Entwicklungen spielte die indigene Bevölkerung eine maßgebliche Rolle. Ganz wesentlich war ihre antineoliberale Stoßrichtung: So wie bisher kann es nicht weitergehen, eine andere Welt tut Not! Das gilt auch für Europa. |
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Nr.2 April 2005 "Wasser für Alle" Thema:Streit ums WasserDer Zugang zum lebenswichtigen Element Wasser ist ein grundlegendes Menschenrecht. Obwohl sich die meisten Staaten verpflichtet haben, ihren BürgerInnen den Zugang zu sauberem Wasser "gerecht und ohne Diskriminierung" zu gewährleisten, ist das für ein Sechstel der Weltbevölkerung nicht der Fall. Obwohl der Kontinent über reiche Süßwasservorkommen verfügt, wird einer großen Zahl armer LateinamerikanerInnen ihr Anteil an sauberem Wasser vorenthalten. |
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Nr.1 Februar 2005 "Krieg im Frieden" Thema:
Militarisierung im Frieden |